Verbesserungen fürs Pflegepersonal

Pflegeinitiative SchweizSeit die Covid19-Pandemie die Länder überzieht, ist das Pflegepersonal in Krankenhäusern und Heimen plötzlich ins Bewusstsein aller gerückt, auch in der benachbarten Schweiz. 2021 wurde öfter mal von Balkonen herab Beifall gezollt für die anstrengende und – auf den Höhepunkten der Krankheitswellen – nicht enden wollende Arbeit. Aber mit Beifall alleine verbessern sich keine Arbeitsbedingungen. In der Schweiz haben deshalb die Pflegenden selbst die Initiative ergriffen.

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Per Los zum Bundesrichteramt?

Nieten Tombola LoseEs könnte sein, dass künftig in der Schweiz BundesrichterInnen nicht mehr vom Parlament gewählt, sondern ausgelost werden. Eine Volksinitiative, über die Ende November abgestimmt wird, verlangt das, um Parteien-Einfluss aufs oberste Schweizer Gericht zu beenden.

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Tanzfestival: Terpsichore in Winterthur

Die alten Griechen hatten sogar eine eigene Muse für den Tanz, eine Tochter des Zeus, namens Terpsichore – eine Frau von geradezu klassischer Schönheit, zumeist mit einer Leier in der Hand. Heute, in den Zeiten von DJ, Dance, Event und Dorfdisco, wirkt sie zwar etwas aus der Zeit gefallen. Aber es gibt sie noch, und über welche künstlerische Kraft sie noch immer verfügt, zeigt der zeitgenössische Tanz. Zu besichtigen ist er demnächst wieder beim wegweisenden Tanzfestival Winterthur. …weiterlesen »

Kreuzlinger FDP-Gemeinderäte wollen mehr Schokolade

Schweizer Franken Geldschein

Normalerweise ist die (obligatorische) Abstimmung über das Budget (Haushaltsplan) der Stadt Kreuzlingen die zweitlangweiligste Abstimmung eines Jahres – gleich nach der Abstimmung zur Rechnung über bereits ausgegebenes Geld. Ende November könnte das anders sein: Drei FDP-Gemeinderäte wollen sich nicht damit zufrieden geben, dass sie im Gemeinderat mit einem Antrag auf Steuersenkung knapp unterlagen. Sie rufen deshalb öffentlich dazu auf, das Budget abzulehnen.

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Visionen und Pläne für neue Lebensformen

Ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Schweiz wünschen sich die engagierten Visionär*innen um Manuel Lehmann vom Thinkpact mit dem «Zukunftsdorf Egnach». Inwieweit es Realität werden kann, hängt unter anderem von der Nachfrage nach alternativen Lebensmodellen ab. Egnach, eine Gemeinde mit knapp 5000 Einwohnern, liegt zwischen Romanshorn und Arbon in bester Lage am Bodenseeufer. Unsere Autorin stellt das interessante Projekt vor. …weiterlesen »

Doppeltes JA für das Kult-X

Kulturzentrums Kult-XDie Kreuzlinger Stimmberechtigten haben vergangenen Sonntag den jährlichen Beitrag von 250 000.- Franken an den Betrieb des Kulturzentrums Kult-X für die nächsten drei Jahre sowie die Überführung der Liegenschaft Schiesser aus dem Landkreditkonto in das Verwaltungsvermögen von 4.87 Millionen Franken mit deutlicher Mehrheit genehmigt. In unserer Nachbarstadt Kreuzlingen hat man offensichtlich ein großes Herz für Kultur. …weiterlesen »

Begegnungszentrum: PPP in Kreuzlingen

Einen ganz besonderen Fall von Public-Private-Partnership (PPP) – also der gemeinsamen Übernahme von Aufgaben durch Private und die öffentliche Hand – wird 2022 in Kreuzlingen zu Ende gehen: Der Betrieb des beliebten Begegnungszentrums „Das Trösch“ an der Hauptstrasse, wird dann von einer gemeinnützigen Stiftung übernommen. Das neue Konzept klingt vielversprechend. Somit setzt der Treffpunkt seine Erfolgsgeschichte fort. …weiterlesen »

Kreuzlingen: 750.000 Franken für das Kulturzentrum?

Wo früher in Kreuzlingen Unterwäsche hergestellt wurde, wird seit ein paar Jahren Kultur geboten: KultX heisst der Veranstal-tungsort in der ehemaligen „Schiesser“-Fabrik etwa 300 Meter vom Hauptzoll entfernt. Am 26. September entscheidet sich, ob das KultX in den nächsten drei Jahren insgesamt 750.000 Franken von der Stadt Kreuzlingen bekommt. Das dürfte funktionieren, denn fast alle Parteien setzen sich für diese finanzielle Unterstützung ein. …weiterlesen »

99% und Ehe für Alle

Wenn in Deutschland am 26. September der neue Bundestag gewählt wird, stimmen auch die SchweizerInnen (mal wieder) ab. Auf Bundesebene entscheiden sie über die Einführung der „Ehe für Alle“ und eine stärkere Besteuerung von Kapitaleinkünften, die vor allem die Reichen treffen und die kleineren und mittleren Einkommen entlasten soll. Prognose unserer Autorin: Die „Ehe für Alle“ wird mit  ziemlicher Sicherheit angenommen – die höhere Besteuerung dagegen abgelehnt. …weiterlesen »

Geht’s hier um den Büdingen-Buff?

(hr) Nebenstehendes Bild, einen Zufallsfund, hat uns eine Allensbacher Leserin übermittelt, die gerade in der Schweiz zu tun hatte. Gegen einen Herrn Buff, ist da zu lesen, werde am Donnerstag in St. Moritz wegen Urkundenfälschung verhandelt. Betrifft das etwa Hans Jürg Buff, der auf dem Büdingen-Gelände ein wunderbares Hotel plant, auf das sich schon alle freuen? Das können wir nicht glauben, denn „unser“ Buff gilt in Konstanz als ehrenwerter Geschäftsmann, dem rein gar nichts anzulasten ist, und wir sind uns ziemlich sicher, dass ihm höchstens finstere Mächte an die grundsaubere Wäsche wollen. Es kann sich also wohl nur um eine zufällige Namensähnlichkeit handeln …

Rahmenabkommen EU-Schweiz: eine soziale, keine nationale Frage

Vergangene Woche zog die Schweiz den Stecker: Ihre Regierung, der Bundesrat, stoppte die Verhandlungen um ein neues Rahmenabkommen, das die zahlreichen bilateralen Verträge zwischen der EU und der Schweiz hätte ersetzen sollen. War der Entschluss ein Erfolg der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei SVP, wie auch hierzulande viele glauben? Der St. Galler SP-Ständerat und langjährige SGB-Präsident Paul Rechsteiner sieht das anders: Für ihn haben sich die Gewerkschaften durchgesetzt, die eine Aufweichung des Lohnschutzes konsequent verhinderten. …weiterlesen »

Zwei Lesungen im Literaturhaus Gottlieben

Auch das Bodmanhaus im idyllischen Gottlieben war wie alle anderen Kulturbetriebe corona­bedingt monatelang geschlossen. 2020 mussten alle Veranstaltungen abgesagt werden, die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum fielen aus. Seit Ende April hat das Literaturhaus Thurgau, wie es seit 2019 heißt, wieder seine Pforten geöffnet. Übrigens kann das sehens­werte Gebäude während der Ver­an­stal­tun­gen besichtigt werden – wenn die Handbuch­binderei geöffnet ist oder nach Vereinbarung. …weiterlesen »

Alle wissen, was sie nicht wollen

In der Schweizer Politik geht es derzeit ähnlich zu wie noch letzten Herbst im britischen Unterhaus, als es um den Brexit ging: Alle wissen, was sie nicht wollen – aber es gibt auch keine Mehrheit für eine Alternative. In noch einem weiteren Punkt ähneln sich die Debatten: Es geht um Verhandlungen mit der EU. In der Schweiz geht es logischerweise nicht um den Austritt aus selbiger, sondern um einen „Rahmenvertrag“. Was hat es damit auf sich? …weiterlesen »

„Über den Wolken – Anleitungen zum Abheben“

So der Titel einer bemerkenswerten Ausstellung, die kommenden Sonntag im Kunstmuseum Thurgau auf dem Gelände der Kartause Ittingen eröffnet wird. Es geht um den Traum vom Fliegen, der sich seit Jahrhunderten durch die Menschheitsgeschichte zieht. Auch mehrere Werke des oberschwäbischen Flugpioniers und Erfinders Gustav Mesmer, der zeitlebens davon träumte, mit einem seiner Flugfahrräder zu fliegen, werden gezeigt. Hier geht es zur Pressemitteilung. …weiterlesen »

Bahnnetz in der Region verstärkt ausbauen

Die Grenz- und Randregionen der Nordost­schweiz, am Bodensee und beidseits des Rheins haben ein großes Potential für mehr Eisen­bahn­verkehr insbesondere im Städtedreieck St. Gallen – Winterthur – Konstanz. Dieses lässt sich mit der bestehenden Infrastruktur mit längeren, einspurigen Strecken nur zu einem kleinen Teil nutzen. Für einen Fahrplan mit mehr Schnellzügen und S-Bahnen fordert die „Initiative Bodensee-S-Bahn“ einen schritt­weisen Ausbau der Nordostschweizer Bahninfrastruktur. …weiterlesen »

Kultur-Koma auch in der Schweiz verlängert

Der Shutdown geht geht auch bei unserem Nachbarland in die Verlängerung: Der Schweizer Bundesrat hat seine Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus vergangenen Mittwoch verschärft. Für die Kulturbetriebe bedeutet das: Mindestens bis Ende Februar sollen Kinos, Theater und Museen geschlossen bleiben. Veranstaltungen sind grundsätzlich verboten. Kulturlobbyisten fordern jetzt mehr Hilfen. Außerdem will man vor allem die Nationalbank stärker zur Kasse bitten. …weiterlesen »

Kulturpolitik statt Gemüseshow

Mit einem Engagement für die Verbesserung der Kulturberichterstattung könnte die Kulturstiftung des Kantons Thurgau einen wichtigen Beitrag zum Kulturleben der Ostschweiz leisten. An Geld dafür fehlt es nicht, die Stiftung müsste sich nur auf ihre eigentliche Aufgabe zurückbesinnen: Statt der Bespaßung des kantonalen Publikums durch das geplante, höchst beliebige „Ratartouille“ für eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit der Kultur in der Region zu sorgen. …weiterlesen »