Klima? Ist da was? Kreuzlingen hilft

KonstanzerInnen, die befürchten, durch das verkleinerte Feuerwerk beim Seenachtfest dieses Jahr zu wenig Feinstaub abzubekommen, dürfen erleichtert aufatmen. Auch der ersehnte CO2-Ausstoss ist garantiert, denn: Kreuzlingen hilft gerne. Das Organisationskomitee (OK) des „Fantastical“ in unserer Nachbarstadt lässt’s dieses Jahr gleich zweimal krachen. Man gönnt sich ja sonst nix. …weiterlesen »

Ein großes Herz für die Literatur

Am kommenden Sonntag, 28. Juli, feiert der Autor und Verleger Beat Brechbühl seinen 80. Geburtstag. Für sein schriftstellerisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung, dem Bodensee-Literatur­preis, dem Kulturpreis des Kantons Thurgau und dem Buchpreis der Stadt Bern. Eine Würdigung seines Freundes und Kollegen Jochen Kelter. …weiterlesen »

„Die Probleme des Patriarchats betreffen uns alle“

Morgen, Freitag, streiken in der ganzen Schweiz Frauen. Sie legen die Arbeit nieder, demonstrieren in den Städten und tanzen in die Nacht. Zum ersten Schweizer Frauenstreik seit 1991 haben zahlreiche Organisationen aufgerufen, darunter auch die Gewerk­schaften. Worum geht es bei diesem Protest? Und was erwarten sich die Frauen davon? Das Ostschweizer Magazin „Saiten“ hat dazu Barbara Schällibaum, Alexandra Akeret, Anja Beven Eberle und Léonie Schubiger vom St.Galler Streikkomitee befragt. …weiterlesen »

„Retten ist kein Verbrechen“

Ende der 1930er Jahre rettete der St.Galler Polizeikommandant Paul Grüninger Hunderten Flüchtlingen das Leben, die vor dem Nationalsozialismus in die Schweiz zu entkommen versuchten. Seit seiner Rehabili­tierung Ende der 1990er Jahre gibt es den Paul-Grüninger-Preis. Dieses Jahr ging er an Leute, die Tausende von Menschenleben retteten – und jetzt dafür Gefängnis riskieren. Die Verleihung der Preise am Freitag im St.Galler „Palace” wurde zu einem Festakt der Menschenrechte. …weiterlesen »

Eine emanzipatorische Katholikin

Maria 2.0: Unter diesem Namen verweigern seit 11. Mai engagierte Katholikinnnen sämtliche kirchlichen Dienste. In einer Petition an den Papst verlangen sie eine ernsthafte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, aber auch den Zugang von Frauen zu allen Kirchenämtern – eine Forderung, die die 1999 verstorbene Schweizer Juristin Gertrud Heinzelmann bereits in den Sechzigerjahren gestellt und damit den Vatikan aufgeschreckt hatte. …weiterlesen »

Was nicht geheim ist, soll öffentlich sein

Wenn vor allem Gemeindepräsidenten (Bürgermeister) gegen eine Thurgauer Volksinitiative Sturm laufen, dann fragt man sich unwillkürlich: Warum? Wenn es um die Volksinitiative „Offenheit statt Geheimhaltung – für transparente Behörden“ geht, über die am 17. Mai abgestimmt wird, dann kann man die Frage mit „Angst vor Machtverlust“ beantworten. …weiterlesen »

Schweizer Schützen gegen die EU

Die EU muss von der Schweiz etwas ganz Fürchterliches wollen – zumindest wenn man den Plakaten glaubt (siehe nebenstehendes Bild), die derzeit entlang der eidgenössischen Straßen hängen: Mehrheitlich junge Frauen mit strengem Blick und abwehrend ausgestrecktem Arm verkünden: „Unrecht – Freiheitsfeindlich – Gefährlich – Unschweizerisch“. Grund: Die Schweiz soll das geänderte EU-Waffenrecht übernehmen. …weiterlesen »

Wenn Müll mit Eis belohnt wird

Am 19. Mai wird in unserem Nachbarland mal wieder abgestimmt. Passend zum nahe am Muttertag liegenden Datum ist eine der Vorlagen sehr mütterlich-pädagogisch aufgebaut. Sie folgt dem Prinzip „wenn ich will, dass das Kind etwas ihm Unangenehmes tut, verspreche ich ihm etwas, was es gerne mag, das aber mit dem Unangenehmen nichts zu tun hat“. Worum geht es genau? …weiterlesen »

Beihilfe zum Mord

Zu einem riesigen Peace-Zeichen gruppierten sich am Ostermontag auf Klein-Venedig (nahe dem Konstanzer Lago) zahlreiche Menschen. Das „lebende Bild“ war einer der Höhepunkte beim diesjährigen Internationalen Bodensee-Friedensweg, auf den sich an die 1000 TeilnehmerInnen von der Marktstätte über den Rheinsteig zum Stadtgarten in Konstanz und danach über die Grenze zum Hafenplatz in Kreuzlingen begaben. Sie demonstrierten für eine „Friedens- statt Rüstungsregion und ein weltweites Atomwaffenverbot“. …weiterlesen »

Auf dem Friedenspfad im Rüstungsparadies Bodensee

Der Internationale Bodensee-Friedensweg findet dieses Jahr wieder einmal in Konstanz und Kreuzlingen statt. Im vergangenen Jahr kamen rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Bregenz, um gegen die Waffenindustrie und für eine friedliche Welt zu demonstrieren. Für den 22. April, Ostermontag, werden ähnlich viele Menschen erwartet. …weiterlesen »

Licht am Schweizer Polithorizont

Die Schweiz ist ein bei der Rechtspopulisten beliebtes Vorbild – nicht nur wegen der Volksabstimmungen, sondern auch, weil sie in Westeuropa die größte etablierte rechts-populistische Partei hat, die Schweizerische Volkspartei (SVP). Das Vorbild leidet derzeit zum ersten Mal seit Jahren unter Erosion. …weiterlesen »

Zürich: In Bewegung bleiben

Lange Zeit war die rot-rot-grün regierte Stadt Zürich von einem konservativ dominierten Kanton Zürich umgeben. Doch bei der Kantonsratswahl am vergangenen Wochenende rückte die Stimmbevölkerung von der rechtskonservativen SVP (minus 5,5 Prozentpunkte) ab und stärkte die beiden grünen Parteien – die sozial-ökologischen Grünen (plus 4,7) und die rechten Grünliberalen (plus 5,3). Auch die linke Alternative Liste (AL) legte zu. Wie es zu dem für Schweizer Verhältnisse seltenen Stimmungsumschwung kam, erläutert Kaspar Surber von der Wochenzeitung WOZ. …weiterlesen »

EU-Kommission pocht auf Lohndumping

Anfang Februar ging eine Meldung durch viele Schweizer Medien: Künftig werde die EU zehn Hilfswerke nicht mehr fördern. Hinter dieser Ankündigung steckt, wie Beobach­terIn­nen vermuten, eine nur schlecht versteckte Drohung: Die EU will auf Drängen baden-württembergischer Handwerkskammern das geplante Rahmenabkommen mit der Schweiz für weitere Liberalisierungen nutzen – und Lohnkontrollen zum Schutz der Beschäftigten aushebeln. …weiterlesen »

„Beuys pack ich nicht“

Regionale Galerien zeigen meist regionale Kunst. Nicht so in Steckborn. Dort findet sich mit der Galerie Kirchgasse eine Institution, die sich in einer Metropole vollkommen unauffällig ins Stadtbild fügen würde. Aktuell werden dort bis Ende März Werke des Künstlers Philipp Schwalb gezeigt, der mit seinen „Nakkis“ naive Malerei mit philosophischem Unterbau präsentiert. Am 9. Februar war Vernissage mit einer ungewöhnlichen Convention. …weiterlesen »

Die Kreuzlinger Traumpartei

Vor den Wahlen große Versprechungen im Parteiprogramm, nach den Wahlen nichts davon gehalten. Dieser oft gehörte Vorwurf wird die „Partei der Secondi“ – also der Nachkommen von Einwanderern – nicht treffen, die in Kreuzlingen Ende März erstmals zu Wahlen antritt. Und das nicht, weil sie garantiert prinzipientreu wäre, sondern weil sie gar kein Programm hat. …weiterlesen »

Kleinkrieg im Tägermoos – Die Fortsetzung

Der Konstanzer OB Uli Burchardt (CDU) hat dem Schweizer Finanzminister Ueli Maurer (SVP) geschrieben, um die Konstanzer Tägermoos-Gemüsebauern vor Strafe und vor Zöllen und Steuern zu bewahren. Wie seemoz berichtete, äusserte er in seinem Brief den Verdacht, der Schweizer Zoll wolle neue Verhältnisse einführen, bevor der alte Tägermoosvertrag von 1831 geändert sei. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. …weiterlesen »

Kreuzlingen: Bürgerliche wollen keine Lohngleichheit

Selten ging es im Kreuzlinger Gemeinderat so hoch her, wie bei der Diskussion um die Lohngleichheit: Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März verschickte die Sozialdemokratische Partei (SP) des Thurgaus im vergangenen Jahr an alle Gemeinden im Kanton eine Einladung, die Lohngleichheits-Charta zu unterzeichnen. Die Stadt Kreuzlingen würde sie ebenfalls unterschreiben – aber die bürgerlichen Parteien wehren sich vehement. …weiterlesen »