Das kürzeste Jahr und das längste Stadthaus

Also ehrlich – ein Jahr mit 12 Monaten kann ja jeder. Aber eines mit knapp vier Monaten, das kann nur Kreuzlingen. Des Rätsels Lösung: Die einjährige Versuchsphase für eine weitere Verkehrsberuhigung der Boulevard genannten Hauptstrasse wird am 25. Juni schon wieder beendet. Begonnen hatte sie im Februar. …weiterlesen »

Das Geld bleibt hier

Fast „unschweizerisch“ emotional wird derzeit in der Schweiz um 250 Millionen Franken und Internetsperren gestritten. Ein Geldspielchips kotzender oder mit Zensur­balken versehener Smiley beschwört von Plakatwänden herab PassantInnen, „Nein zum Geldspielgesetz“ zu stimmen. Mit „Weil ich lieber Schweizer Kultur unterstütze als die Mafia“ fordert die politisch andere Fraktion dagegen ein Ja zum selben Gesetz. …weiterlesen »

Das Gezeter um den Einkaufstourismus

Über den Einkaufstourismus von der Schweiz ins benachbarte Ausland zu schreiben, ist eine Gratwanderung. Gerade und besonders in Konstanz kann man sich damit so richtig in die Nesseln setzen. Aber auch im Thurgau kann man im Parlament und im Einzelhandel damit die Gemüter in Wallung bringen. Wie der Thurgauer Grosse Rat am vergangenen Mittwoch bewiesen hat. …weiterlesen »

Eingeknickt

Regierung und Stiftungsrat beschließen einvernehmlich, die Rechte der Kulturstiftung des Kantons Thurgau entscheidend zu beschneiden. Die Kulturstiftung ist eine von der Regierung unabhängige Instanz, die zur Aufgabe hat, zeitgenössisches, professionelles Kunstschaffen (Bildende Kunst, Musik, Film, Fotografie, Literatur) zu fördern. Sie verfügt über 1,1, Millionen Franken im Jahr. …weiterlesen »

Kreuzlinger Kampf gegen (zu) viele Autos

Kreuzlingen hat vor zwei Wochen die nächste Runde im Kampf gegen den motorisierten Individual-Verkehr auf seiner Hauptstraße – pardon: Boulevard – eingeläutet: Ein Jahr lang soll ausprobiert werden, ob eine halbe Einbahnregelung dazu führt, dass nur noch 4000 statt derzeit 8000 Autos täglich durch die Begegnungszone fahren. …weiterlesen »

Ho Narro?

Gelegentlich behaupten Leute ja, dass Humor oder Satire alles dürfe. Ich bin durchaus nicht dieser Meinung. Weil Witz keine Entschuldigung dafür sein darf, die Würde von Menschen zu verletzen. Warum wir an dieser Stelle darüber reden müssen? Nun, die Fasnachtsgruppe „Toggenburger Hülsnerbuben“ fand es wohl komisch, in Aadorf einen besonderen Umzugswagen zu gestalten. Ein Kommentar. …weiterlesen »

Es geht um die TV-Landschaft der Schweiz

Wird es ab 2019 in der Schweiz noch ein öffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio geben? Werden außerdem gleich viele private lokale und regionale Schweizer TV- und Radiosender bestehen wie heute? Darüber entscheiden die Schweizer Stimmberechtigten am 4. März. Die Auseinandersetzung um die „No Billag“-Initiative, die die TV- und Radiogebühren abschaffen will, tobt derzeit heftig. …weiterlesen »

Und täglich grüßt das Schweizer Murmeltier

Wäre Dornröschen Schweizerin und würde nach 100jährigem Schlaf vom Prinzen wach geküsst, würde es mit Blick auf die Politik kaum realisieren, wie viel Zeit verstrichen ist: Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hätte garantiert eine Volksinitiative gegen Ausländer und die EU gestartet. Momentan heißt diese Aktion nur  scheinheilig bloß „Begrenzungsinitiative“ – ein neuer Angriff auf die Fremden im Land. …weiterlesen »

Kreuzlingen: Wahl ohne Auswahl

Kreuzlingen bekommt am 21. Januar ein neues Stadtoberhaupt – es wird Thomas Niederberger heißen. Auch wenn die Wahl erst in ein paar Tagen ist, kann man das Ergebnis bereits heute risikolos vorhersagen. Der Mann hat nämlich keine Mitbewerber mehr. Das einzig Spannende an dieser Wahl ist die Frage, ob die Wahlbeteiligung über oder unter 20 Prozent liegen wird. …weiterlesen »

Südkurier frisst Kreuzlinger Zeitung

Grenzüberschreitender Paukenschlag in der hiesigen Medienszene: Der Südkurier übernimmt ab 1. Januar 2018 das gesamte Aktienpaket der wöchentlich erscheinenden Kreuzlinger Zeitung und wird somit neuer Eigentümer. Durch den Besitzerwechsel, so Nina Paproth, Geschäftsführerin des Kreuzlinger Gratisblatts, ändere sich nichts. Doch Zweifel an dieser Aussage sind angebracht. …weiterlesen »

Kreuzlingen: Ein Blick zurück

„Kreuzlingen, erzähl mal“, so der Titel einer kleinen Ausstellung, die am 10.12. 2017 im Kreuzlinger Begegnungszentrum „Das Trösch“ zu sehen sein wird. Die 18-jährige Schülerin Emma Wolf hat im Zuge ihrer Abschlussarbeit an der PMS (Pädagogische Maturitätsschule) viel interessantes Material gesammelt, das sie nun bald der Öffent­lich­keit präsentiert. …weiterlesen »

„Highlander“-Suche in Katholisch-Kreuzlingen

Religionen haben’s üblicherweise nicht so mit der Toleranz – sie huldigen eher dem „Highlander“-Bekenntnis: Es kann nur Einen geben. Innerhalb der Kirchen wird dann um die einzig richtige Anwendung von Glaubenssätzen gestritten. Das kann Gemeinden entzweien, wie in Kreuzlingen. Dort tobt ein eidgenössischer Glaubenskrieg besonderer Art. …weiterlesen »

Kreuzlingen sucht den Superstar

Nein, Dieter Bohlen wird nicht in Kreuzlingen aufschlagen, um den besten, schönsten, schrägsten Vogel zu wählen. Hier geht es um die Wahl des Stadtoberhauptes, des Stadtpräsidenten – das eidgenössische Gegenstück zum deutschen Oberbürgermeister. Am 26. November sind die Kreuzlinger WählerInnen aufgefordert, den/die NachfolgerIn des überraschend aus dem Amt geschiedenen Andreas Netzle (parteilos) zu wählen. …weiterlesen »

Fluchtgeschichten in Kreuzlingen

Usama Al Shahmani und Bernadette Conrad lesen in Kreuzlingen am 19. September aus ihrem Buch „Die Fremde – ein seltsamer Lehrmeister“, umrahmt vom „Chor ohne Grenzen“. Eine doppelte Vorstellung also: Der Chor der Flüchtlinge aus Romanshorn (Foto) stellt sich ebenso vor wie die Autoren ihr Buch, das zum zweiten Mal präsentiert wird (s. Link).  …weiterlesen »

Ein Horst aus Gold

Der Kreuzlinger Horst Klub hat ein Crowdfunding ins Leben gerufen. Auf diese Weise will das beliebte alternative Konzertlokal, das auch für KonstanzerInnen zu einer festen Adresse für feine Klänge und gepflegte Kommunikation geworden ist, längst nötige Instandhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen finanzieren. …weiterlesen »

Durchgeknallte Entfremdungsgeschichte

Das Ensemble der aktuellen Inszenierung des See-Burgtheaters im benachbarten Kreuzlingen rockt herrlich über die Bühne. „Kasimir und Karoline“, die ernüchternde Geschichte zweier sich angeblich Liebender, bleibt lange im Kopf. Dabei sorgen Zoff und Zoten für kurzweiliges Spektakel. Die jungen Darsteller wirbeln über die drei Etagen ihres Party-Gerüsts, dass sich die Stahlrohre biegen. Es ist laut, es klappert und kracht, sie rutschen, turnen und schaukeln herum. …weiterlesen »

Pogotanz und Hitlergruß

Der Horst Klub an der Kirchstrasse 1 in Kreuzlingen zeigt am Mittwoch, 28.6., die mehrfach preisgekrönte Undercover-Doku „Blut muss fliessen“ von Thomas Kuban. Der deutsche Journalist recherchierte 15 Jahre lang verdeckt in der Nazi-Szene. …weiterlesen »