Liebesgrüße aus Bochum

Die quälend langwierigen Baumaßnahmen in der Konstanzer Schwaketenstraße schleppen sich ihrem Abschluss entgegen. Dem Oberbürgermeister Uli Burchardt bescherte das kurz vor Weihnachten einen Brief vom Geschäftsführer der „Vonovia Region Süd“, Frederic Neumann, den geplagten BewohnerInnen flatterten die Betriebskosten­abrechnungen für das Jahr 2019 ins Haus. Beide Dokumente sind geeignet, den Betroffenen die Zornesröte ins Gesicht zu treiben. …weiterlesen »

Zebra-Kino zu Hause genießen

Es ist leider abzusehen, dass die Konstanzer Kulturbetriebe wegen Covid-19 noch länger geschlossen bleiben müssen. So auch das Zebra-Kino, das deshalb Online-Wege geht. Am 19. Januar findet in Kooperation mit der Universität Konstanz eine Veranstaltung statt, die bequem im „Home Cinema“ angeschaut werden kann. Die Dokumentation „Coded Bias“ kann nach einer Anmeldung bis heute, Montag, kostenlos gestreamt werden. Zudem wird die Möglichkeit geboten, sich mit Expertinnen zu den im Film aufgeworfenen Themen auszutauschen. …weiterlesen »

Auflösung: Wer wars? (20)

Am vergangenen Freitag fragten wir nach dem US-amerikanischen Sozialisten und Gewerkschafter Eugene Victor Debs (1855–1926). „Ich bin kein Arbeiterführer“, sagte er bei einem seiner mitreißenden Auftritte, „ich will nicht, dass ihr mir oder irgendeinem anderen folgt; ich bin kein Moses, der euch aus der Wildnis des Kapitalismus führt. Selbst wenn ich es könnte, würde ich euch nicht ins gelobte Land führen – denn dann käme irgendein anderer und würde euch wieder hinausführen. Ihr müsst euren eigenen Kopf und die eigenen Hände benutzen, um eure Situation zu verbessern.“ …weiterlesen »

Kritik an schleppendem Impfbeginn

Heftige Vorwürfe richtet der Landtagskandidat der Linkspartei für den Wahlkreis Singen an die Landesregierung für ihre mangelhafte Organisation der Corona-Impfkampagne. Derweil hat die Freie Grüne Liste (FGL) die Lage vor Ort ins Visier genommen. Sie verlangt in einem Antrag von der Stadt Konstanz mehr Unterstützung für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Linke Liste und die Linke-Fraktion im Kreistag haben bereits Zustimmung signalisiert. …weiterlesen »

Die vhs weitet ihr Online-Programm aus

Die Volkshochschule des Landkreises Konstanz (vhs) präsentiert auch im Januar interessante Online-Vorträge und Kurse. Aufgrund der Corona-Verordnung des Landes finden bis mindestens 31. Januar keine Präsenzveranstaltungen statt, aber alle Kurse und Veranstaltungen, die auf ein digitales Format umgestellt wurden, können „besucht“ werden. Denn das Online-Programm wird während des Lockdowns weiterhin gut nachgefragt, sodass die vhs auch für die kommende Woche neue Angebote schafft. …weiterlesen »

Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (20)

Der Prophet der Geknechteten

Bereits mit sechzehn schaufelte er als Heizer auf dem Führerstand eines Güterzugs Kohlen. Er kannte das harte Leben der Eisenbahnarbeiter, wusste, wie unfallträchtig die Jobs waren und wie miserabel die Löhne (die die Unternehmer zudem skrupellos weiter senkten, sobald sie ihre Profite in Gefahr sahen). Eine Richtung hatte seine Gesellschaftskritik damals noch nicht; er wusste nur, dass sich etwas ändern musste.

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Quo vadis Uni Konstanz?

Weil die Amtsvorgängerin nach Freiburg wechselte, wählten Anfang Dezember Senat und Universitätsrat Katharina Holzinger zur neuen Rektorin der Konstanzer Hochschule. Kaum im Amt, gab die gelernte Professorin für Internationale Politik in einem Interview mit dem Südkurier irritierende Aussagen über die Uni-Geschichte zu Protokoll. Gastautor Thomas Willauer, selbst Absolvent der hiesigen Akademikerschmiede, findet es erstaunlich, dass ihre provokanten Aussagen ohne Resonanz geblieben sind. Für die Zukunft der Universität lasse das nichts Gutes erahnen. …weiterlesen »

Querdenker: Die Proteststimmung wird bleiben

Ängste vor wirtschaftlichem Abstieg, Misstrauen gegenüber politischen und anderen Eliten sowie kulturelle Desorientierung bilden nach Auffassung des Bewegungsforschers Dieter Rucht die Tiefenströmungen der Querdenker-Proteste. Deshalb seien sie anschlussfähig für Rechtsextremismus. „In einer akuten Krise mit der Erfahrung eines drastischen Kontrollverlustes verstärken diese Strömungen die Neigung, eine generalisierte Unzufriedenheit auszuleben“ sagt Rucht im Gespräch mit Wolfgang Storz. …weiterlesen »

TINK – Transportrad-Netzwerk für alle

Konstanz und das schleswig-holsteinische Norderstedt waren die ersten Versuchs­kaninchen für ein Transportrad-Leihsystem, das flächendeckend angelegt ist und öffentlich gefördert wird. Aus dem Stadtbild dieser Kommunen sind die ebenso schmucken wie selbst für den Kindertransport bestens geeigneten Leihräder kaum mehr weg­zu­denken. Da ist es nur logisch, dass sich jetzt weitere Kommunen dem Modellversuch anschließen, so dass die Miet-Radlaster bald in (fast) ganz Deutschland unterwegs sein könnten. …weiterlesen »

Egelsee ist überall

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Das neue Bürogebäude der Firma Meichle & Mohr, davor das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Gasthaus „Rheingarten“, nunmehr weder Rhein noch Garten – und wohl auch keine Zukunft mehr … Foto: O. Pugliese

Welche Lehren lassen sich aus dem Neubau Zur Friedrichshöhe 10 ziehen – und welche Fragen drängen sich auf, wenn man sich vergegenwärtigt, wie eine Gartenstadt­siedlung durch Neubauprojekte wie von einem anderen Planeten langsam ihren über Jahrzehnte gewachsenen Charakter als lebenswertes Ensemble zu verlieren droht? Das Quartier Egelsee ist in Konstanz beileibe keine Ausnahme, sondern Ausdruck eines städtebaulichen Trends, der wenig Rücksicht auf historisch Gewachsenes und Nachbarschaften nimmt. …weiterlesen »

Das Egelseequartier – Gartenstadtsiedlung in Gefahr

Das Haus „Zur Friedrichshöhe 10“, erbaut 1928 vom Sohn des Stadtbaumeisters, Paul Jordan jr., kurz vor dem Abriss. Foto: Werner Trapp

Das Egelseequartier in Konstanz ist ein Stadtviertel, das auf Grund seiner historischen und städtebaulichen Qualitäten besondere Aufmerksamkeit und Schutz verdient. Das Quartier entstand in den späten 1920er und 1930er Jahren als östliche Erweiterung der Gartenstadtsiedlung im Sierenmoos, die in weiten Teilen unter Ensembleschutz gestellt wurde. Heute droht die historische Siedlung nördlich der Mainaustraße, zwischen Friedrichshöhe und Sonnenbühl, ihren Ensemblecharakter zu verlieren. …weiterlesen »

Fast auf sich allein gestellt

Geflüchtete bei einer Fahrradausgabe in der Save-Me-Fahrradwerkstatt vor Corona.

In der aktuellen Nachrichtenflut rund um die Pandemie ist die schwierige Lage der Geflüchteten weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Aber die notwendigen Beschränkungen beeinflussen nicht nur zwischenmenschliche Begegnungen im öffentlichen Raum, sondern verschlechtern auch die psychische und soziale Situation insbesondere von Risikogruppen. Wie verkraften etwa Geflüchtete in ihren engen Unterkünften die Kontaktbeschränkungen? Eine Bestandsaufnahme aus Konstanz. …weiterlesen »

Der Kampf um Jungerhalde West beginnt

Corona könnte zwar zu einem spürbaren Bevölkerungsrückgang führen, wird aber allein das Wohnungsproblem in Konstanz und anderswo auch nicht lösen können. Also stellt sich die Frage, wo die (hoffentlich zahlreichen) Corona-Überlebenden in ein paar Jahren wohnen sollen, weiterhin in unverminderter Schärfe. Soll etwa die Jungerhalde West bebaut werden? Am 14. Januar veranstaltet die Stadt eine Online-Bürgerinformation zu diesem Projekt, das bereits grundlegende Kritik erfuhr. …weiterlesen »

Beatmungsgeräte für Rojava: Solibündnis überweist Spenden und will weiter sammeln

Spenden in Höhe von 4330 Euro konnte das Solidaritätsbündnis Rojava zum Jahresbeginn an den Verein Heyva Sor a Kurdistanê (Kurdischer Roter Halbmond) überweisen. Das Geld dient zur Anschaffung von Beatmungs­geräten, die in den basisdemokratischen Selbstverwaltungsprojekten in Nordost-Syrien dringend gebraucht werden. Seit Anfang Dezember beteiligt sich das Konstanzer Bündnis an einer internationalen Spenden-Kampagne der kurdischen Hilfsorganisation für die im Kampf gegen Corona wichtigen medizinischen Geräte. …weiterlesen »

Hans Paasches „Lukanga Mukara“ und die Deutschen

Vor 100 Jahren wurde Hans Paasche, Marineoffizier, Pazifist, Lebensreformer und Schriftsteller, auf seinem Gut von rechten Reichswehrsoldaten ermordet. Vor allem sein Buch über die Reise eines fiktiven Afrikaners durch Deutschland wurde posthum zu einem Erfolg. Jetzt ist eine Neuauflage dieses seines bekanntesten Werkes erschienen, und der Verleger Helmut Donat hat sich einige Gedanken darüber gemacht, was Paasche und sein alter ego Lukanga Mukara wohl heute in Deutschland entdecken würden. …weiterlesen »

Hans Paasches „Lukanga Mukara“ und die Deutschen

Vor 100 Jahren wurde Hans Paasche, Marineoffizier, Pazifist, Lebensreformer und Schriftsteller, auf seinem Gut von rechten Reichswehrsoldaten ermordet. Vor allem sein Buch über die Reise eines fiktiven Afrikaners durch Deutschland wurde posthum zu einem Erfolg. Jetzt ist eine Neuauflage dieses seines bekanntesten Werkes erschienen, und der Verleger Helmut Donat hat sich einige Gedanken darüber gemacht, was Paasche und sein alter ego Lukanga Mukara wohl heute in Deutschland entdecken würden. …weiterlesen »

Hans Paasches „Lukanga Mukara“ und die Deutschen

Vor 100 Jahren wurde Hans Paasche, Marineoffizier, Pazifist, Lebensreformer und Schriftsteller, auf seinem Gut von rechten Reichswehrsoldaten ermordet. Vor allem sein Buch über die Reise eines fiktiven Afrikaners durch Deutschland wurde posthum zu einem Erfolg. Jetzt ist eine Neuauflage dieses seines bekanntesten Werkes erschienen, und der Verleger Helmut Donat hat sich einige Gedanken darüber gemacht, was Paasche und sein alter ego Lukanga Mukara wohl heute in Deutschland entdecken würden. …weiterlesen »