Pit Wuhrer: “Ich unterstütze SeeMoZ…
Mittwoch 2. Mai 2012
obwohl ich mit manchen SeeMoZ-Beiträgen überhaupt nicht einverstanden bin. Beispielsweise dann, wenn die SeeMoZ-Redaktion Machtverhältnisse und Machtstrukturen unnötigerweise personalisiert. Wenn sie mit erhobenem Zeigefinger kommentiert, statt Fakten sprechen zu lassen. Wenn sie Kampagnen führt, wo ein bisschen mehr Souveränität angebracht wäre. Oder wenn sie die journalistische Sorgfalt vernachlässigt – zum Beispiel dann, wie auch schon geschehen, in einem Text ein Name zweimal unterschiedlich geschrieben wird (und beides mal falsch).
Trotzdem: SeeMoZ ist das einzige Medium am westlichen Bodensee, das Fragen aufwirft und Themen aufgreift, an die sich die Redaktion des Anzeigenblatts Südkurier nicht heranwagt. Das (mit bescheidenen Mitteln) recherchiert, wo andere Pressemitteilungen veröffentlichen. Wo – wenn nicht bei SeeMoZ – liest man etwas über Herrschaftsverhältnisse in Betrieben (wie dem Südkurier-Verlag) oder über Arbeitskonflikte? Wo erfährt man, wem der Konstanzer Maultaschenpreis für besonders schikanöse Chef-Allüren verliehen wurde? Und wo sonst gibt es so ausführliche Informationen zu Aktionen und Veranstaltungen?
SeeMoZ ist unverzichtbar. Deswegen beteilige ich mich schon lange an der 200-mal-5- Euro-Aktion. Wann richten Sie einen Dauerauftrag ein?
Pit Wuhrer, Journalist
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weil eine erfolgreiche Politik, die nah an den Menschen ist, eine kritische Begleitung durch eine vielfältige Medienlandschaft braucht. SeeMoZ leistet dazu einen wichtigen Beitrag.
weil mir dort regelmäßig die Gelegenheit geboten wird, zu goutieren, was kluger, engagierter, kritischer Journalismus sein kann. Dieses Vergnügen habe ich bei meiner täglichen Pflichtlektüre des Südkurier allenfalls sehr gelegentlich.
weil ich gerne die Orte aufsuche, wo Linke schreiben und diskutieren – war’s früher das Nebelhorn oder die Infokneipe, so ist’s jetzt eben SeeMoZ.
weil das Online-Magazin aneckt.
weil ich an einer kritischen, solide recherchierten Berichterstattung über Vorkommnisse in und um Konstanz interessiert bin. Und weil das Online-Magazin eine Alternative zum Südkurier ist, der genau dies vernachlässigt.
weil das Online-Magazin die von mir so geschätzte Bodenseeregion geistig gleich viel wohnlicher und attraktiver macht.
weil die Autoren Themen aus der Region aufgreifen, über die sonst wenig geschrieben wird, oder wenn, dann eher aus der Sicht “von oben”, und weil sie eben ihr Motto ernst nehmen: kritisch, widerborstig, informativ — weiter so!
Weil das Online-Magazin eine kritische und unabhängige Stimme ist, die die hiesige etablierte Medienlandschaft bereichert und Meinungsmonopolen entgegenwirkt.
weil ich mich nicht auf die Auswahl der lokalen Nachrichten durch den Südkurier verlassen will. Die Lokalzeitung lese ich seit 1964 (es gab immer nur die eine) und ich möchte nicht wissen, was ich da alles nicht zu lesen bekam. SeeMoZ füllt hier eine jahrzehntealte Lücke. Dort, wo Meinung und Position gefragt sind, bevorzuge ich SeeMoZ, weil Partei für Benachteiligte, Schwache und Hilfsbedürftige ergriffen wird, ohne Sozialromantik, sondern weil es um berechtigte Interessen geht.