Freitag, 18. Mai 2012

Warum ein Förderkreis für SeeMoZ?

Donnerstag 22. Dezember 2011

Recherchejournalismus ist ein hartes Geschäft. Und er kostet Geld, viel Geld. Geschichten auf den Grund gehen, unbequeme Fragen aufwerfen, Informationen einholen, Fakten sammeln, nachhaken – all das braucht Zeit und Geduld. Und natürlich Leute, die den Aufwand nicht scheuen und unabhängig genug sind, auch heiße Eisen anzupacken.. Die meisten Zeitungsverlage verzichten mittlerweile auf harte Recherchen – weil sie (besonders im lokalen Bereich) ihre Anzeigenkunden schonen. Und weil sie die profitmindernden Kosten nicht tragen wollen.

Linke Zeitungen wiederum können sich die Ausgaben für einen investigativen Journalismus kaum leisten. Und so sind sie auf die Unterstützung ihrer LeserInnen angewiesen. Die US-amerikanische Wochenschrift The Nation zum Beispiel hat schon vor langem den Förderkreis Nation Associates gegründet. Die Schweizer Wochenzeitung WOZ, mit der SeeMoZ kooperiert, wäre ohne ihren Förderverein ProWOZ  schon drei Jahre nach ihrer Gründung eingegangen. Auch die Tageszeitungen taz und Junge Welt gäbe es ohne die Genossenschaften ihrer LeserInnen nicht mehr. Dabei haben diese Zeitungen durch den Verkauf ihrer Printausgaben immerhin Einnahmen, mit denen sie zumindest die Löhne und den Druck zahlen können.

Nicht so SeeMoZ. Hier decken die spärlichen Einkünften durch die Bannerwerbung kaum die gröbsten Kosten (wie Telefonate oder den Unterhalt des Webauftritts). Von Aufwandsentschädigung keine Spur. Auf Dauer aber kann ein der Aufklärung verpflichtetes Online-Magazin so nicht überleben. Schon der nächste Crash eines altersschwachen Computers gefährdet das Projekt.

Möglicherweise wird der SeeMoZ-Förderkreis nicht so viel Geld mobilisieren können, dass die SeeMoZ-Macher ein Auskommen haben. Wahrscheinlich wird ihre kritische Berichterstattung auch künftig von ihrem Engagement und ihrer sachkundigen Gratisarbeit abhängen. Aber zumindest das 200-mal-5-Ziel (200 LeserInnen zahlen 5 Euro im Monat) müsste ja erreichbar sein. Und vielleicht hin und wieder ein Zusatzbeitrag, der aufwendige Recherchen mitfinanziert. Oder aussergewöhnliche Betriebskosten ausgleichen hilft.

Wer ist der Förderkreis?

Der SeeMoZ-Förderkreis ist eine private Initiative. Er handelt unabhängig von der SeeMoZ-Redaktion und mischt sich in die redaktionellen und inhaltlichen Belange der Online-Publikation nicht ein. Ihm gehören derzeit an: Sabine Bade, Roland Didra, Christof Mainberger, Pit Wuhrer.

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Pit Wuhrer: “Ich unterstütze SeeMoZ…

Mittwoch 2. Mai 2012

obwohl ich mit manchen SeeMoZ-Beiträgen überhaupt nicht einverstanden bin. Beispielsweise dann, wenn die SeeMoZ-Redaktion Machtverhältnisse und Machtstrukturen unnötigerweise personalisiert. Wenn sie mit erhobenem Zeigefinger kommentiert, statt Fakten sprechen zu lassen. Wenn sie Kampagnen führt, wo ein bisschen mehr Souveränität angebracht wäre. Oder wenn sie die journalistische Sorgfalt vernachlässigt – zum Beispiel dann, wie auch schon geschehen, in einem Text ein Name zweimal unterschiedlich geschrieben wird (und beides mal falsch).

Trotzdem: SeeMoZ ist das einzige Medium am westlichen Bodensee, das Fragen aufwirft und Themen aufgreift, an die sich die Redaktion des Anzeigenblatts Südkurier nicht heranwagt. Das (mit bescheidenen Mitteln) recherchiert, wo andere Pressemitteilungen veröffentlichen. Wo – wenn nicht bei SeeMoZ – liest man etwas über Herrschaftsverhältnisse in Betrieben (wie dem Südkurier-Verlag) oder über Arbeitskonflikte? Wo erfährt man, wem der Konstanzer Maultaschenpreis für besonders schikanöse Chef-Allüren verliehen wurde? Und wo sonst gibt es so ausführliche Informationen zu Aktionen und Veranstaltungen?

SeeMoZ ist unverzichtbar. Deswegen beteilige ich mich schon lange an der 200-mal-5- Euro-Aktion. Wann richten Sie einen Dauerauftrag ein?

Pit Wuhrer, Journalist

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Walafried Schrott: “Ich unterstütze SeeMoZ …

Freitag 27. April 2012

weil eine erfolgreiche Politik, die nah an den Menschen ist, eine kritische Begleitung durch eine vielfältige Medienlandschaft braucht. SeeMoZ leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Walafried Schrott

SPD-Stadt- und Kreisrat, Singen (Hohentwiel)

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Stefan Frommherz: “Ich unterstütze SeeMoZ…

Dienstag 24. April 2012

weil mir dort regelmäßig die Gelegenheit geboten wird, zu goutieren, was kluger, engagierter, kritischer Journalismus sein kann. Dieses Vergnügen habe ich bei meiner täglichen Pflichtlektüre des Südkurier allenfalls sehr gelegentlich.

 

Stefan Frommherz, Transportunternehmer, Gelegenheitsjournalist und Underground-Kulturagent

PS: The following link is my tribute for SeeMoZ:

http://youtu.be/yxWfrS-KreQ

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Christof Mainberger: “Ich unterstütze SeeMoZ …

Freitag 20. April 2012

weil ich gerne die Orte aufsuche, wo Linke schreiben und diskutieren – war’s früher das Nebelhorn oder die Infokneipe, so ist’s jetzt eben SeeMoZ.

Nicht immer lese ich gern, was ich dort lese, nein, manchmal ärgert es mich und geht mir auf die Nerven: wenn’s schulmeisterlich wird oder selbstgefällig.

Besser kann’s also schon noch werden: Ein Grund mehr, es zu unterstützen.

Christof Mainberger, Konstanz

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Bene Müller: “Ich unterstütze SeeMoZ…

Dienstag 17. April 2012

weil das Online-Magazin aneckt.
Mit geschlossenen Weltbildern kommen wir nicht weiter. Wenn wir gemeinsam einen Weg in eine sogenannte „nachhaltige Zukunft“ finden wollen, werden wir noch manche Gewissheit über Bord werfen müssen.
Dabei kann SeeMoZ helfen.
Bene Müller, Vorstand Solarcomplex, Singen

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